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Blog Reise in den Weserbergland

Blog Reise in den Weserbergland

Meine Reise ins Weserbergland war eine echte Entdeckungsfahrt – voller inspirierender Erlebnisse, spannender Geschichten und auch einiger humorvoller Momente. Als Reiseveranstalterin schaue ich mir die Regionen, die ich meinen Kunden anbiete, immer persönlich an. So kann ich sicherstellen, dass alles genau so ist, wie ich es mir vorstelle, und dass die Angebote sowohl für Einzelpersonen als auch für Gruppen passen. Dieses Mal war ich mit meinem Mann und einer Freundin unterwegs, und wir haben uns in die Region verliebt.

Wir haben privat bei Doris gewohnt, einer Gästeführerin im Weserbergland, die wirklich „Gott und die Welt“ kennt. Ihre Ferienwohnung war sehr komfortabel, die Lage einfach einmalig. Mein Mann war so begeistert, dass er sofort meinte: „Hier kann ich mir auch einen längeren Aufenthalt vorstellen!“ Leider hatten wir nur wenige Tage Zeit, aber ich habe schnell erkannt, dass diese Region unglaublich viel zu bieten hat – eine perfekte Mischung aus Natur, Kultur und einzigartigen Erlebnissen.

Auf dem Weg ins Weserbergland habe ich gleich die erste Entdeckung gemacht: den Erbhof Thedinghausen. Dieses historische Kleinod bietet nicht nur spannende Schlossführungen, sondern auch ein Restaurant mit regionalen Köstlichkeiten und einer wunderschönen Außenterrasse. Besonders romantisch ist es für Paare, die hier heiraten und sich kulinarisch verwöhnen lassen. Für Gruppen ist die Kostümführung mit „Herzogin Christine“ ein Highlight – unterhaltsam und gleichzeitig informativ. Ganz in der Nähe liegt das Arboretum, ein beeindruckender Baumpark, der Naturfreunden und Familien gleichermaßen gefällt. Ob bei einer geführten Tour oder beim freien Erkunden – hier findet jeder seinen Platz.

Ein weiterer Höhepunkt war der malerische Ohrbergpark in der Nähe von Hameln. Zugegeben, mit dem Reisebus wäre der schmale Waldweg ein kleines Abenteuer, aber unsere Busfahrer meistern solche Herausforderungen mit Bravour. Für Gruppen gibt es hier fachkundige Führungen, und auch Kinder kommen auf ihre Kosten: Ein dekorierter Märchenbaum ist der perfekte Ort für Märchenwanderungen – einfach zauberhaft. Ein lustiges Erlebnis hatten wir bei einer Führung durch die feuchten Wiesen. Wir hatten danach zwar nasse Schuhe, aber umso mehr Spaß – solche Momente bleiben in Erinnerung.

Hameln selbst hat mich total begeistert. Die Stadt ist perfekt für Einzelreisende, kleine Gruppen und große Busreisen. Märchen spielen hier natürlich eine zentrale Rolle – schließlich liegt Hameln an der Deutschen Märchenstraße. Die Geschichte des Rattenfängers ist allgegenwärtig: sei es bei einem Besuch des Rattenfängerhauses, einer Stadtführung mit kleinen Messingratten als Wegweiser oder den Freilichtspielen auf der Hochzeitshaus-Terrasse, die von Mai bis September ein Publikumsmagnet sind. Ich habe auch einen gemütlichen Rundgang durch die Altstadt gemacht – bei Nacht! Das mittelalterliche Flair war dabei besonders beeindruckend.

Für Gruppen habe ich in Hameln ein großartiges Hotel gefunden, das direkt in der Innenstadt liegt und Zugang zur Fußgängerzone bietet. Die Lage ist ideal, und das Hotel erfüllt alle Anforderungen für einen komfortablen Aufenthalt.

Unser zweiter Tag im Weserbergland begann herrlich entspannt mit Frühstück auf der Terrasse unserer Wohnung bei Doris. Nach dem ersten Abend, den wir mit ein paar Gläsern Rotwein in ihrer gemütlichen Laube ausklingen ließen – mit Blick auf die Weser und die majestätische Herde Sika-Hirsche, die Doris auf ihren Weiden hält – waren wir wieder voller Tatendrang. So viel Natur und gute Luft sind perfekt um Energie zu tanken!

Unser erstes Ziel: die Hämelschenburg. Das ist Weserrenaissance in Reinform, und ich war sofort begeistert. Die Familie von Klencke betreibt dort nicht nur Trakehner-Zucht, sondern öffnet das Schloss auch für Besucher. Doris, unsere Multitalent-Gastgeberin, bietet hier großartige Führungen an. Besonders charmant: Für die Männer geht’s in die Gewölbekeller mit einem kleinen Museum voller Langwaffen (also genau das, was Männerherzen höher schlagen lässt), und wir Frauen durften die historischen Waschräume bewundern. Da wurde mir mal wieder klar, wie gut wir es heute haben – meine moderne Waschmaschine mit Schleuder ist Gold wert, wenn ich mir diese mühsame Arbeit mit Bottich, Teich und Mangel so vorstelle.

Weiter ging es über das Hochplateau Richtung Höxter, immer wieder mit atemberaubenden Ausblicken auf das Tal der Weser und die kleinen Dörfer. In Höxter angekommen, haben mich die historischen Fachwerkhäuser sofort in ihren Bann gezogen. Die müssen damals wirklich „viel an den Hacken gehabt haben“, um diese prächtigen Gebäude hochzuziehen. Besonders das Adam-und-Eva-Haus hat es mir angetan – wie kunstvoll und liebevoll der Besitzer sein Haus mit Figuren geschmückt hat! Es war wie eine Entdeckungsreise für die Augen. Auch die Dechanei und das Rathaus sind echte Hingucker.

Die Fußgängerzone in Höxter hat mich dann überrascht – hier gibt’s kulinarisch wirklich alles: vom schnellen Snack an der Bäckerei bis hin zu leckerem Obst an den Marktständen. Mein persönlicher Favorit: der Eissalon Engelchen. Es gab sogar Zimt-Pflaume! Einfach himmlisch.

Nächster Halt: Corvey. Was soll ich sagen? Dieses Ensemble aus barockem Schloss und dem berühmten Westwerk, das UNESCO-Weltkulturerbe ist, zog uns förmlich magisch an. Schon beim Anblick spürt man: Hier steckt Geschichte in jedem Stein. Besonders beeindruckend ist die digitale Glaswand, die das Westwerk von der barocken Kirche trennt. Sie erzählt die Geschichte des Abteiklosters und bringt einem die Mission der Mönche näher, die einst von hier aus den Norden christianisierten.

Als Wahlhamburgerin hatte ich natürlich ein kleines Highlight: Der berühmte Ansgar, der später Hamburg mitgründete, hatte hier seine Wurzeln. Seine Flucht nach Bremen (aus Sicherheitsgründen!) ist aber eine Geschichte für sich.

Corvey ist übrigens auch literarisch spannend: Hoffmann von Fallersleben war hier Bibliothekar – der Mann, der das „Deutschlandlied“ schrieb! Das Schloss beherbergt heute eine beeindruckende Bibliothek mit 75.000 Bänden, darunter viele Schauerromane aus dem 18. Jahrhundert. Und dann der barocke Audienzsaal – einfach atemberaubend. Der filigrane Stuck, die versteckten Rosen, die in der christlichen Tradition für das Sakrale und geheimnisvolle stehen… Vielleicht wurden hier tatsächlich Geheimnisse gehütet? Ich hätte jedenfalls nichts gegen eine Tee-Einladung vom Herzog gehabt – seine Flagge wehte, also war er zuhause. Na gut, vielleicht beim nächsten Mal.

Zum Abschluss des Tages ging es zurück nach Hameln, wo wir den Abend in einem echten Geheimtipp ausklingen ließen: im „La Fortuna“. Dieses winzige, familiengeführte italienische Restaurant hat nur 30 Plätze, aber was für ein Erlebnis! Der Innenhof mit Springbrunnen und typisch italienischer Dekoration versprühte echtes Urlaubsgefühl. Und das Essen? Zum Niederknien! Mein Tipp: Unbedingt vorher telefonisch reservieren, denn die Einheimischen wissen längst, wie gut es dort ist.

Unser letzter Tag startete mit einem herzlichen Abschied von Doris, unserer Gastgeberin und Multitalent-Gästeführerin. Wir hatten uns für Bodenwerder eine Stadtführung auf den Spuren des Baron Münchhausen vorgenommen. Doch bevor es losging, mussten wir uns natürlich mit den logistischen Herausforderungen des Alltags auseinandersetzen – Stichwort: öffentliche Toiletten. Bei den Damen, wie könnte es anders sein, bildete sich eine lange Schlange, während die mutigeren unter uns einfach die Herrentoilette nutzten. Es bleibt ein Mysterium, warum es dort immer schneller geht!

Am Treffpunkt vor dem Rathaus warteten wir gespannt, als uns plötzlich eine barsche Frau in einem Outfit des 18. Jahrhunderts entgegenkam. „Der Baron hat mir gar nichts gesagt, dass Besuch kommt! Nichts ist vorbereitet!“ schimpfte sie los. Es dauerte einen Moment, bis ich mir realisierte: Das war Doris – verkleidet als Frau Bolte, die Haushälterin des Barons! Die Geheimniskrämerin hatte natürlich nichts davon verraten, dass sie auch in Bodenwerder aktiv ist.

Mit voller Hingabe spielte sie ihre Rolle und nahm uns mit auf ihre Runde durchs Dorf, angeblich um Besorgungen zu machen und den Damen Bescheid zu geben, dass morgen Waschtag sei. „Vergiss nicht, morgen beim Baron Münchhausen zu helfen!“ rief sie Passantinnen zu, die ziemlich irritiert schauten. Ihre fantasievollen Anekdoten brachten uns zum Lachen, und bald erfand unsere Gruppe eigene Geschichten dazu. Als jemand andeutete, der Baron hätte vielleicht St. Pauli in Hamburg besucht, fuhr Doris alias Frau Bolte empört dazwischen: „Der Baron im Sündenpfuhl? Niemals! Höchstens bei der Paulskirche!“ Am Ende der Darbietung entpuppte sie sich wieder als Doris und verriet uns, dass sie selbst ohne Kostüm in Bodenwerder als Frau Bolte erkannt wird – eine Ehre, die man sich verdienen muss!

Weiter ging’s nach Einbeck, wo wir im Altstadtcafé im ehemaligen Clarissinnen-Kloster eine Mittagspause einlegten. Zwischen rustikalem Fachwerk und historischen Mauern genossen wir die besondere Atmosphäre. Allerdings gab es bei einer anderen Gruppe ein kleines Abenteuer: Im „Brodthaus“ kam die Bedienung bei 12 Personen etwas ins Schwitzen. Kurzerhand wurde das Essen in Doggy Bags gepackt und mitgegeben – eine kreative Lösung, die ich so auch noch nicht erlebt hatte.

Unsere Stadtführung begann am Marktbrunnen. Im alten Rathaus bewunderten wir einen Käfig, der für „peinliche Verhöre“ genutzt wurde – ein schauriger Einblick ins Mittelalter. Besonders gruselig war der Hinweis, dass angebliche Hexen in den Stadtgraben getaucht wurden, bis sie gestanden. Wer es überlebte, war unschuldig – wer nicht, hatte Pech. Verrückt, was damals alles als „Logik“ durchging!

Die schiefen Fachwerkhäuser Einbecks erzählten ihre eigenen Geschichten. Ich war überrascht, dass die niedrigen Dachgauben ohne Fenster ursprünglich zum Hopfentrocknen genutzt wurden – wieder was gelernt! Leider wurde unsere thematische Führung zu Sprüchen und Redewendungen spontan in einen allgemeinen Rundgang umgewandelt. Schade, ich hätte mich darauf gefreut, aber die Mehrheit entschied anders.

Das Highlight war zweifelsohne das Eickesche Haus. Diese prächtige Fachwerkfassade mit Figuren, Szenen und biblischen Sprüchen ist wie ein Kunstwerk zum Durchstöbern. Ich konnte gar nicht genug Fotos machen! Der humorvolle Hinweis unseres Guides, dass die öffentliche Herrentoilette tatsächlich an die alte Stadtmauer grenzt und „an-die-Mauer-pinkeln“ hier ausnahmsweise erlaubt sei, brachte uns zum Schmunzeln.

Nach einem letzten Besuch in der Marktkirche traten wir müde, aber inspiriert die Heimreise an. Diese Tage waren voller Eindrücke, Geschichte und unvergesslicher Momente. Erschöpft, aber glücklich, weiß ich eines sicher: Mit all diesen neuen Ideen werde ich fantastische Reisen planen können – nach einer kleinen Erholungspause natürlich! 😊

Diese Reise hat mir wieder einmal gezeigt, wie vielseitig das Weserbergland ist – von historischen Highlights über märchenhafte Erlebnisse bis hin zu beeindruckender Natur. Ich bin begeistert, wie viele Möglichkeiten es für Einzelpersonen, Paare und Gruppen gibt. Und ich freue mich darauf, all diese Entdeckungen in meine Angebote einfließen zu lassen, damit meine Kunden die Region genauso erleben können, wie ich sie erlebt habe: unvergesslich, inspirierend und mit viel Herz. Begleite uns auf dieser unvergesslichen Reise ins Weserbergland und lass dich von kulturellen Highlights, malerischer Natur und einzigartigen Geschichten begeistern!

Inhaltsverzeichnis

Urlaub im Weserbergland: Eine Reise auf den Spuren der Geschichte

Erbhof Thedinghausen

Ohrbergpark

Hameln

Hämelschenburg

Höxter

Welterbe Kloster Corvey

Bodenwerder

Einbeck

Gut zu Wissen

Anreise

Die Anreise mit der Bahn ist problemlos möglich. Auch mit dem Auto, dem Camper oder einen Reisebus ist die Region leicht zu erreichen.  Busparkplätze sind in Hameln vorhanden neben der Tourist-Information und bei der Rattenfänger Halle.

Übernachten

Wir haben das Hotel „Zur Börse Hameln“ für unsere Gruppen entdeckt. Das Haus punktet für uns vor allem mit dem großartigen Frühstück und bequeme Betten.

Gastronomie

👉 Jetzt mehr erfahren und inspirieren lassen!

Beispielblog :

https://herzanhirn.de/weserbergland-rinteln-bueckeburg-stadthagen/

https://roaddreamin.de/dornroeschen-muenchhausen-und-der-rattenfaenger-unser-wochenendtrip-durch-das-weserbergland/

https://teilzeitreisender.de/tag/zeitreise/

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Blog Reise in den Weserbergland

Meine Reise ins Weserbergland war eine echte Entdeckungsfahrt – voller inspirierender Erlebnisse, spannender Geschichten und auch einiger humorvoller Momente. Als Reiseveranstalterin schaue ich mir die Regionen, die ich meinen Kunden anbiete, immer persönlich an. So kann ich sicherstellen, dass alles genau so ist, wie ich es mir vorstelle, und dass die Angebote sowohl für Einzelpersonen als auch für Gruppen passen. Dieses Mal war ich mit meinem Mann und einer Freundin unterwegs, und wir haben uns in die Region verliebt.

Wir haben privat bei Doris gewohnt, einer Gästeführerin im Weserbergland, die wirklich „Gott und die Welt“ kennt. Ihre Ferienwohnung war sehr komfortabel, die Lage einfach einmalig. Mein Mann war so begeistert, dass er sofort meinte: „Hier kann ich mir auch einen längeren Aufenthalt vorstellen!“ Leider hatten wir nur wenige Tage Zeit, aber ich habe schnell erkannt, dass diese Region unglaublich viel zu bieten hat – eine perfekte Mischung aus Natur, Kultur und einzigartigen Erlebnissen.

Auf dem Weg ins Weserbergland habe ich gleich die erste Entdeckung gemacht: den Erbhof Thedinghausen. Dieses historische Kleinod bietet nicht nur spannende Schlossführungen, sondern auch ein Restaurant mit regionalen Köstlichkeiten und einer wunderschönen Außenterrasse. Besonders romantisch ist es für Paare, die hier heiraten und sich kulinarisch verwöhnen lassen. Für Gruppen ist die Kostümführung mit „Herzogin Christine“ ein Highlight – unterhaltsam und gleichzeitig informativ. Ganz in der Nähe liegt das Arboretum, ein beeindruckender Baumpark, der Naturfreunden und Familien gleichermaßen gefällt. Ob bei einer geführten Tour oder beim freien Erkunden – hier findet jeder seinen Platz.

Ein weiterer Höhepunkt war der malerische Ohrbergpark in der Nähe von Hameln. Zugegeben, mit dem Reisebus wäre der schmale Waldweg ein kleines Abenteuer, aber unsere Busfahrer meistern solche Herausforderungen mit Bravour. Für Gruppen gibt es hier fachkundige Führungen, und auch Kinder kommen auf ihre Kosten: Ein dekorierter Märchenbaum ist der perfekte Ort für Märchenwanderungen – einfach zauberhaft. Ein lustiges Erlebnis hatten wir bei einer Führung durch die feuchten Wiesen. Wir hatten danach zwar nasse Schuhe, aber umso mehr Spaß – solche Momente bleiben in Erinnerung.

Hameln selbst hat mich total begeistert. Die Stadt ist perfekt für Einzelreisende, kleine Gruppen und große Busreisen. Märchen spielen hier natürlich eine zentrale Rolle – schließlich liegt Hameln an der Deutschen Märchenstraße. Die Geschichte des Rattenfängers ist allgegenwärtig: sei es bei einem Besuch des Rattenfängerhauses, einer Stadtführung mit kleinen Messingratten als Wegweiser oder den Freilichtspielen auf der Hochzeitshaus-Terrasse, die von Mai bis September ein Publikumsmagnet sind. Ich habe auch einen gemütlichen Rundgang durch die Altstadt gemacht – bei Nacht! Das mittelalterliche Flair war dabei besonders beeindruckend.

Für Gruppen habe ich in Hameln ein großartiges Hotel gefunden, das direkt in der Innenstadt liegt und Zugang zur Fußgängerzone bietet. Die Lage ist ideal, und das Hotel erfüllt alle Anforderungen für einen komfortablen Aufenthalt.

Unser zweiter Tag im Weserbergland begann herrlich entspannt mit Frühstück auf der Terrasse unserer Wohnung bei Doris. Nach dem ersten Abend, den wir mit ein paar Gläsern Rotwein in ihrer gemütlichen Laube ausklingen ließen – mit Blick auf die Weser und die majestätische Herde Sika-Hirsche, die Doris auf ihren Weiden hält – waren wir wieder voller Tatendrang. So viel Natur und gute Luft sind perfekt um Energie zu tanken!

Unser erstes Ziel: die Hämelschenburg. Das ist Weserrenaissance in Reinform, und ich war sofort begeistert. Die Familie von Klencke betreibt dort nicht nur Trakehner-Zucht, sondern öffnet das Schloss auch für Besucher. Doris, unsere Multitalent-Gastgeberin, bietet hier großartige Führungen an. Besonders charmant: Für die Männer geht’s in die Gewölbekeller mit einem kleinen Museum voller Langwaffen (also genau das, was Männerherzen höher schlagen lässt), und wir Frauen durften die historischen Waschräume bewundern. Da wurde mir mal wieder klar, wie gut wir es heute haben – meine moderne Waschmaschine mit Schleuder ist Gold wert, wenn ich mir diese mühsame Arbeit mit Bottich, Teich und Mangel so vorstelle.

Weiter ging es über das Hochplateau Richtung Höxter, immer wieder mit atemberaubenden Ausblicken auf das Tal der Weser und die kleinen Dörfer. In Höxter angekommen, haben mich die historischen Fachwerkhäuser sofort in ihren Bann gezogen. Die müssen damals wirklich „viel an den Hacken gehabt haben“, um diese prächtigen Gebäude hochzuziehen. Besonders das Adam-und-Eva-Haus hat es mir angetan – wie kunstvoll und liebevoll der Besitzer sein Haus mit Figuren geschmückt hat! Es war wie eine Entdeckungsreise für die Augen. Auch die Dechanei und das Rathaus sind echte Hingucker.

Die Fußgängerzone in Höxter hat mich dann überrascht – hier gibt’s kulinarisch wirklich alles: vom schnellen Snack an der Bäckerei bis hin zu leckerem Obst an den Marktständen. Mein persönlicher Favorit: der Eissalon Engelchen. Es gab sogar Zimt-Pflaume! Einfach himmlisch.

Nächster Halt: Corvey. Was soll ich sagen? Dieses Ensemble aus barockem Schloss und dem berühmten Westwerk, das UNESCO-Weltkulturerbe ist, zog uns förmlich magisch an. Schon beim Anblick spürt man: Hier steckt Geschichte in jedem Stein. Besonders beeindruckend ist die digitale Glaswand, die das Westwerk von der barocken Kirche trennt. Sie erzählt die Geschichte des Abteiklosters und bringt einem die Mission der Mönche näher, die einst von hier aus den Norden christianisierten.

Als Wahlhamburgerin hatte ich natürlich ein kleines Highlight: Der berühmte Ansgar, der später Hamburg mitgründete, hatte hier seine Wurzeln. Seine Flucht nach Bremen (aus Sicherheitsgründen!) ist aber eine Geschichte für sich.

Corvey ist übrigens auch literarisch spannend: Hoffmann von Fallersleben war hier Bibliothekar – der Mann, der das „Deutschlandlied“ schrieb! Das Schloss beherbergt heute eine beeindruckende Bibliothek mit 75.000 Bänden, darunter viele Schauerromane aus dem 18. Jahrhundert. Und dann der barocke Audienzsaal – einfach atemberaubend. Der filigrane Stuck, die versteckten Rosen, die in der christlichen Tradition für das Sakrale und geheimnisvolle stehen… Vielleicht wurden hier tatsächlich Geheimnisse gehütet? Ich hätte jedenfalls nichts gegen eine Tee-Einladung vom Herzog gehabt – seine Flagge wehte, also war er zuhause. Na gut, vielleicht beim nächsten Mal.

Zum Abschluss des Tages ging es zurück nach Hameln, wo wir den Abend in einem echten Geheimtipp ausklingen ließen: im „La Fortuna“. Dieses winzige, familiengeführte italienische Restaurant hat nur 30 Plätze, aber was für ein Erlebnis! Der Innenhof mit Springbrunnen und typisch italienischer Dekoration versprühte echtes Urlaubsgefühl. Und das Essen? Zum Niederknien! Mein Tipp: Unbedingt vorher telefonisch reservieren, denn die Einheimischen wissen längst, wie gut es dort ist.

Unser letzter Tag startete mit einem herzlichen Abschied von Doris, unserer Gastgeberin und Multitalent-Gästeführerin. Wir hatten uns für Bodenwerder eine Stadtführung auf den Spuren des Baron Münchhausen vorgenommen. Doch bevor es losging, mussten wir uns natürlich mit den logistischen Herausforderungen des Alltags auseinandersetzen – Stichwort: öffentliche Toiletten. Bei den Damen, wie könnte es anders sein, bildete sich eine lange Schlange, während die mutigeren unter uns einfach die Herrentoilette nutzten. Es bleibt ein Mysterium, warum es dort immer schneller geht!

Am Treffpunkt vor dem Rathaus warteten wir gespannt, als uns plötzlich eine barsche Frau in einem Outfit des 18. Jahrhunderts entgegenkam. „Der Baron hat mir gar nichts gesagt, dass Besuch kommt! Nichts ist vorbereitet!“ schimpfte sie los. Es dauerte einen Moment, bis ich mir realisierte: Das war Doris – verkleidet als Frau Bolte, die Haushälterin des Barons! Die Geheimniskrämerin hatte natürlich nichts davon verraten, dass sie auch in Bodenwerder aktiv ist.

Mit voller Hingabe spielte sie ihre Rolle und nahm uns mit auf ihre Runde durchs Dorf, angeblich um Besorgungen zu machen und den Damen Bescheid zu geben, dass morgen Waschtag sei. „Vergiss nicht, morgen beim Baron Münchhausen zu helfen!“ rief sie Passantinnen zu, die ziemlich irritiert schauten. Ihre fantasievollen Anekdoten brachten uns zum Lachen, und bald erfand unsere Gruppe eigene Geschichten dazu. Als jemand andeutete, der Baron hätte vielleicht St. Pauli in Hamburg besucht, fuhr Doris alias Frau Bolte empört dazwischen: „Der Baron im Sündenpfuhl? Niemals! Höchstens bei der Paulskirche!“ Am Ende der Darbietung entpuppte sie sich wieder als Doris und verriet uns, dass sie selbst ohne Kostüm in Bodenwerder als Frau Bolte erkannt wird – eine Ehre, die man sich verdienen muss!

Weiter ging’s nach Einbeck, wo wir im Altstadtcafé im ehemaligen Clarissinnen-Kloster eine Mittagspause einlegten. Zwischen rustikalem Fachwerk und historischen Mauern genossen wir die besondere Atmosphäre. Allerdings gab es bei einer anderen Gruppe ein kleines Abenteuer: Im „Brodthaus“ kam die Bedienung bei 12 Personen etwas ins Schwitzen. Kurzerhand wurde das Essen in Doggy Bags gepackt und mitgegeben – eine kreative Lösung, die ich so auch noch nicht erlebt hatte.

Unsere Stadtführung begann am Marktbrunnen. Im alten Rathaus bewunderten wir einen Käfig, der für „peinliche Verhöre“ genutzt wurde – ein schauriger Einblick ins Mittelalter. Besonders gruselig war der Hinweis, dass angebliche Hexen in den Stadtgraben getaucht wurden, bis sie gestanden. Wer es überlebte, war unschuldig – wer nicht, hatte Pech. Verrückt, was damals alles als „Logik“ durchging!

Die schiefen Fachwerkhäuser Einbecks erzählten ihre eigenen Geschichten. Ich war überrascht, dass die niedrigen Dachgauben ohne Fenster ursprünglich zum Hopfentrocknen genutzt wurden – wieder was gelernt! Leider wurde unsere thematische Führung zu Sprüchen und Redewendungen spontan in einen allgemeinen Rundgang umgewandelt. Schade, ich hätte mich darauf gefreut, aber die Mehrheit entschied anders.

Das Highlight war zweifelsohne das Eickesche Haus. Diese prächtige Fachwerkfassade mit Figuren, Szenen und biblischen Sprüchen ist wie ein Kunstwerk zum Durchstöbern. Ich konnte gar nicht genug Fotos machen! Der humorvolle Hinweis unseres Guides, dass die öffentliche Herrentoilette tatsächlich an die alte Stadtmauer grenzt und „an-die-Mauer-pinkeln“ hier ausnahmsweise erlaubt sei, brachte uns zum Schmunzeln.

Nach einem letzten Besuch in der Marktkirche traten wir müde, aber inspiriert die Heimreise an. Diese Tage waren voller Eindrücke, Geschichte und unvergesslicher Momente. Erschöpft, aber glücklich, weiß ich eines sicher: Mit all diesen neuen Ideen werde ich fantastische Reisen planen können – nach einer kleinen Erholungspause natürlich! 😊

Diese Reise hat mir wieder einmal gezeigt, wie vielseitig das Weserbergland ist – von historischen Highlights über märchenhafte Erlebnisse bis hin zu beeindruckender Natur. Ich bin begeistert, wie viele Möglichkeiten es für Einzelpersonen, Paare und Gruppen gibt. Und ich freue mich darauf, all diese Entdeckungen in meine Angebote einfließen zu lassen, damit meine Kunden die Region genauso erleben können, wie ich sie erlebt habe: unvergesslich, inspirierend und mit viel Herz. Begleite uns auf dieser unvergesslichen Reise ins Weserbergland und lass dich von kulturellen Highlights, malerischer Natur und einzigartigen Geschichten begeistern!

Inhaltsverzeichnis

Urlaub im Weserbergland: Eine Reise auf den Spuren der Geschichte

Erbhof Thedinghausen

Ohrbergpark

Hameln

Hämelschenburg

Höxter

Welterbe Kloster Corvey

Bodenwerder

Einbeck

Gut zu Wissen

Anreise

Die Anreise mit der Bahn ist problemlos möglich. Auch mit dem Auto, dem Camper oder einen Reisebus ist die Region leicht zu erreichen.  Busparkplätze sind in Hameln vorhanden neben der Tourist-Information und bei der Rattenfänger Halle.

Übernachten

Wir haben das Hotel „Zur Börse Hameln“ für unsere Gruppen entdeckt. Das Haus punktet für uns vor allem mit dem großartigen Frühstück und bequeme Betten.

Gastronomie

👉 Jetzt mehr erfahren und inspirieren lassen!

Beispielblog :

https://herzanhirn.de/weserbergland-rinteln-bueckeburg-stadthagen/

https://roaddreamin.de/dornroeschen-muenchhausen-und-der-rattenfaenger-unser-wochenendtrip-durch-das-weserbergland/

https://teilzeitreisender.de/tag/zeitreise/

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Meine Reise ins Weserbergland war eine echte Entdeckungsfahrt – voller inspirierender Erlebnisse, spannender Geschichten und auch einiger humorvoller Momente. Als Reiseveranstalterin schaue ich mir die Regionen, die ich meinen Kunden anbiete, immer persönlich an. So kann ich sicherstellen, dass alles genau so ist, wie ich es mir vorstelle, und dass die Angebote sowohl für Einzelpersonen als auch für Gruppen passen. Dieses Mal war ich mit meinem Mann und einer Freundin unterwegs, und wir haben uns in die Region verliebt.

Wir haben privat bei Doris gewohnt, einer Gästeführerin im Weserbergland, die wirklich „Gott und die Welt“ kennt. Ihre Ferienwohnung war sehr komfortabel, die Lage einfach einmalig. Mein Mann war so begeistert, dass er sofort meinte: „Hier kann ich mir auch einen längeren Aufenthalt vorstellen!“ Leider hatten wir nur wenige Tage Zeit, aber ich habe schnell erkannt, dass diese Region unglaublich viel zu bieten hat – eine perfekte Mischung aus Natur, Kultur und einzigartigen Erlebnissen.

Auf dem Weg ins Weserbergland habe ich gleich die erste Entdeckung gemacht: den Erbhof Thedinghausen. Dieses historische Kleinod bietet nicht nur spannende Schlossführungen, sondern auch ein Restaurant mit regionalen Köstlichkeiten und einer wunderschönen Außenterrasse. Besonders romantisch ist es für Paare, die hier heiraten und sich kulinarisch verwöhnen lassen. Für Gruppen ist die Kostümführung mit „Herzogin Christine“ ein Highlight – unterhaltsam und gleichzeitig informativ. Ganz in der Nähe liegt das Arboretum, ein beeindruckender Baumpark, der Naturfreunden und Familien gleichermaßen gefällt. Ob bei einer geführten Tour oder beim freien Erkunden – hier findet jeder seinen Platz.

Ein weiterer Höhepunkt war der malerische Ohrbergpark in der Nähe von Hameln. Zugegeben, mit dem Reisebus wäre der schmale Waldweg ein kleines Abenteuer, aber unsere Busfahrer meistern solche Herausforderungen mit Bravour. Für Gruppen gibt es hier fachkundige Führungen, und auch Kinder kommen auf ihre Kosten: Ein dekorierter Märchenbaum ist der perfekte Ort für Märchenwanderungen – einfach zauberhaft. Ein lustiges Erlebnis hatten wir bei einer Führung durch die feuchten Wiesen. Wir hatten danach zwar nasse Schuhe, aber umso mehr Spaß – solche Momente bleiben in Erinnerung.

Hameln selbst hat mich total begeistert. Die Stadt ist perfekt für Einzelreisende, kleine Gruppen und große Busreisen. Märchen spielen hier natürlich eine zentrale Rolle – schließlich liegt Hameln an der Deutschen Märchenstraße. Die Geschichte des Rattenfängers ist allgegenwärtig: sei es bei einem Besuch des Rattenfängerhauses, einer Stadtführung mit kleinen Messingratten als Wegweiser oder den Freilichtspielen auf der Hochzeitshaus-Terrasse, die von Mai bis September ein Publikumsmagnet sind. Ich habe auch einen gemütlichen Rundgang durch die Altstadt gemacht – bei Nacht! Das mittelalterliche Flair war dabei besonders beeindruckend.

Für Gruppen habe ich in Hameln ein großartiges Hotel gefunden, das direkt in der Innenstadt liegt und Zugang zur Fußgängerzone bietet. Die Lage ist ideal, und das Hotel erfüllt alle Anforderungen für einen komfortablen Aufenthalt.

Unser zweiter Tag im Weserbergland begann herrlich entspannt mit Frühstück auf der Terrasse unserer Wohnung bei Doris. Nach dem ersten Abend, den wir mit ein paar Gläsern Rotwein in ihrer gemütlichen Laube ausklingen ließen – mit Blick auf die Weser und die majestätische Herde Sika-Hirsche, die Doris auf ihren Weiden hält – waren wir wieder voller Tatendrang. So viel Natur und gute Luft sind perfekt um Energie zu tanken!

Unser erstes Ziel: die Hämelschenburg. Das ist Weserrenaissance in Reinform, und ich war sofort begeistert. Die Familie von Klencke betreibt dort nicht nur Trakehner-Zucht, sondern öffnet das Schloss auch für Besucher. Doris, unsere Multitalent-Gastgeberin, bietet hier großartige Führungen an. Besonders charmant: Für die Männer geht’s in die Gewölbekeller mit einem kleinen Museum voller Langwaffen (also genau das, was Männerherzen höher schlagen lässt), und wir Frauen durften die historischen Waschräume bewundern. Da wurde mir mal wieder klar, wie gut wir es heute haben – meine moderne Waschmaschine mit Schleuder ist Gold wert, wenn ich mir diese mühsame Arbeit mit Bottich, Teich und Mangel so vorstelle.

Weiter ging es über das Hochplateau Richtung Höxter, immer wieder mit atemberaubenden Ausblicken auf das Tal der Weser und die kleinen Dörfer. In Höxter angekommen, haben mich die historischen Fachwerkhäuser sofort in ihren Bann gezogen. Die müssen damals wirklich „viel an den Hacken gehabt haben“, um diese prächtigen Gebäude hochzuziehen. Besonders das Adam-und-Eva-Haus hat es mir angetan – wie kunstvoll und liebevoll der Besitzer sein Haus mit Figuren geschmückt hat! Es war wie eine Entdeckungsreise für die Augen. Auch die Dechanei und das Rathaus sind echte Hingucker.

Die Fußgängerzone in Höxter hat mich dann überrascht – hier gibt’s kulinarisch wirklich alles: vom schnellen Snack an der Bäckerei bis hin zu leckerem Obst an den Marktständen. Mein persönlicher Favorit: der Eissalon Engelchen. Es gab sogar Zimt-Pflaume! Einfach himmlisch.

Nächster Halt: Corvey. Was soll ich sagen? Dieses Ensemble aus barockem Schloss und dem berühmten Westwerk, das UNESCO-Weltkulturerbe ist, zog uns förmlich magisch an. Schon beim Anblick spürt man: Hier steckt Geschichte in jedem Stein. Besonders beeindruckend ist die digitale Glaswand, die das Westwerk von der barocken Kirche trennt. Sie erzählt die Geschichte des Abteiklosters und bringt einem die Mission der Mönche näher, die einst von hier aus den Norden christianisierten.

Als Wahlhamburgerin hatte ich natürlich ein kleines Highlight: Der berühmte Ansgar, der später Hamburg mitgründete, hatte hier seine Wurzeln. Seine Flucht nach Bremen (aus Sicherheitsgründen!) ist aber eine Geschichte für sich.

Corvey ist übrigens auch literarisch spannend: Hoffmann von Fallersleben war hier Bibliothekar – der Mann, der das „Deutschlandlied“ schrieb! Das Schloss beherbergt heute eine beeindruckende Bibliothek mit 75.000 Bänden, darunter viele Schauerromane aus dem 18. Jahrhundert. Und dann der barocke Audienzsaal – einfach atemberaubend. Der filigrane Stuck, die versteckten Rosen, die in der christlichen Tradition für das Sakrale und geheimnisvolle stehen… Vielleicht wurden hier tatsächlich Geheimnisse gehütet? Ich hätte jedenfalls nichts gegen eine Tee-Einladung vom Herzog gehabt – seine Flagge wehte, also war er zuhause. Na gut, vielleicht beim nächsten Mal.

Zum Abschluss des Tages ging es zurück nach Hameln, wo wir den Abend in einem echten Geheimtipp ausklingen ließen: im „La Fortuna“. Dieses winzige, familiengeführte italienische Restaurant hat nur 30 Plätze, aber was für ein Erlebnis! Der Innenhof mit Springbrunnen und typisch italienischer Dekoration versprühte echtes Urlaubsgefühl. Und das Essen? Zum Niederknien! Mein Tipp: Unbedingt vorher telefonisch reservieren, denn die Einheimischen wissen längst, wie gut es dort ist.

Unser letzter Tag startete mit einem herzlichen Abschied von Doris, unserer Gastgeberin und Multitalent-Gästeführerin. Wir hatten uns für Bodenwerder eine Stadtführung auf den Spuren des Baron Münchhausen vorgenommen. Doch bevor es losging, mussten wir uns natürlich mit den logistischen Herausforderungen des Alltags auseinandersetzen – Stichwort: öffentliche Toiletten. Bei den Damen, wie könnte es anders sein, bildete sich eine lange Schlange, während die mutigeren unter uns einfach die Herrentoilette nutzten. Es bleibt ein Mysterium, warum es dort immer schneller geht!

Am Treffpunkt vor dem Rathaus warteten wir gespannt, als uns plötzlich eine barsche Frau in einem Outfit des 18. Jahrhunderts entgegenkam. „Der Baron hat mir gar nichts gesagt, dass Besuch kommt! Nichts ist vorbereitet!“ schimpfte sie los. Es dauerte einen Moment, bis ich mir realisierte: Das war Doris – verkleidet als Frau Bolte, die Haushälterin des Barons! Die Geheimniskrämerin hatte natürlich nichts davon verraten, dass sie auch in Bodenwerder aktiv ist.

Mit voller Hingabe spielte sie ihre Rolle und nahm uns mit auf ihre Runde durchs Dorf, angeblich um Besorgungen zu machen und den Damen Bescheid zu geben, dass morgen Waschtag sei. „Vergiss nicht, morgen beim Baron Münchhausen zu helfen!“ rief sie Passantinnen zu, die ziemlich irritiert schauten. Ihre fantasievollen Anekdoten brachten uns zum Lachen, und bald erfand unsere Gruppe eigene Geschichten dazu. Als jemand andeutete, der Baron hätte vielleicht St. Pauli in Hamburg besucht, fuhr Doris alias Frau Bolte empört dazwischen: „Der Baron im Sündenpfuhl? Niemals! Höchstens bei der Paulskirche!“ Am Ende der Darbietung entpuppte sie sich wieder als Doris und verriet uns, dass sie selbst ohne Kostüm in Bodenwerder als Frau Bolte erkannt wird – eine Ehre, die man sich verdienen muss!

Weiter ging’s nach Einbeck, wo wir im Altstadtcafé im ehemaligen Clarissinnen-Kloster eine Mittagspause einlegten. Zwischen rustikalem Fachwerk und historischen Mauern genossen wir die besondere Atmosphäre. Allerdings gab es bei einer anderen Gruppe ein kleines Abenteuer: Im „Brodthaus“ kam die Bedienung bei 12 Personen etwas ins Schwitzen. Kurzerhand wurde das Essen in Doggy Bags gepackt und mitgegeben – eine kreative Lösung, die ich so auch noch nicht erlebt hatte.

Unsere Stadtführung begann am Marktbrunnen. Im alten Rathaus bewunderten wir einen Käfig, der für „peinliche Verhöre“ genutzt wurde – ein schauriger Einblick ins Mittelalter. Besonders gruselig war der Hinweis, dass angebliche Hexen in den Stadtgraben getaucht wurden, bis sie gestanden. Wer es überlebte, war unschuldig – wer nicht, hatte Pech. Verrückt, was damals alles als „Logik“ durchging!

Die schiefen Fachwerkhäuser Einbecks erzählten ihre eigenen Geschichten. Ich war überrascht, dass die niedrigen Dachgauben ohne Fenster ursprünglich zum Hopfentrocknen genutzt wurden – wieder was gelernt! Leider wurde unsere thematische Führung zu Sprüchen und Redewendungen spontan in einen allgemeinen Rundgang umgewandelt. Schade, ich hätte mich darauf gefreut, aber die Mehrheit entschied anders.

Das Highlight war zweifelsohne das Eickesche Haus. Diese prächtige Fachwerkfassade mit Figuren, Szenen und biblischen Sprüchen ist wie ein Kunstwerk zum Durchstöbern. Ich konnte gar nicht genug Fotos machen! Der humorvolle Hinweis unseres Guides, dass die öffentliche Herrentoilette tatsächlich an die alte Stadtmauer grenzt und „an-die-Mauer-pinkeln“ hier ausnahmsweise erlaubt sei, brachte uns zum Schmunzeln.

Nach einem letzten Besuch in der Marktkirche traten wir müde, aber inspiriert die Heimreise an. Diese Tage waren voller Eindrücke, Geschichte und unvergesslicher Momente. Erschöpft, aber glücklich, weiß ich eines sicher: Mit all diesen neuen Ideen werde ich fantastische Reisen planen können – nach einer kleinen Erholungspause natürlich! 😊

Diese Reise hat mir wieder einmal gezeigt, wie vielseitig das Weserbergland ist – von historischen Highlights über märchenhafte Erlebnisse bis hin zu beeindruckender Natur. Ich bin begeistert, wie viele Möglichkeiten es für Einzelpersonen, Paare und Gruppen gibt. Und ich freue mich darauf, all diese Entdeckungen in meine Angebote einfließen zu lassen, damit meine Kunden die Region genauso erleben können, wie ich sie erlebt habe: unvergesslich, inspirierend und mit viel Herz. Begleite uns auf dieser unvergesslichen Reise ins Weserbergland und lass dich von kulturellen Highlights, malerischer Natur und einzigartigen Geschichten begeistern!

Inhaltsverzeichnis

Urlaub im Weserbergland: Eine Reise auf den Spuren der Geschichte

Erbhof Thedinghausen

Ohrbergpark

Hameln

Hämelschenburg

Höxter

Welterbe Kloster Corvey

Bodenwerder

Einbeck

Gut zu Wissen

Anreise

Die Anreise mit der Bahn ist problemlos möglich. Auch mit dem Auto, dem Camper oder einen Reisebus ist die Region leicht zu erreichen.  Busparkplätze sind in Hameln vorhanden neben der Tourist-Information und bei der Rattenfänger Halle.

Übernachten

Wir haben das Hotel „Zur Börse Hameln“ für unsere Gruppen entdeckt. Das Haus punktet für uns vor allem mit dem großartigen Frühstück und bequeme Betten.

Gastronomie

👉 Jetzt mehr erfahren und inspirieren lassen!

Beispielblog :

https://herzanhirn.de/weserbergland-rinteln-bueckeburg-stadthagen/

https://roaddreamin.de/dornroeschen-muenchhausen-und-der-rattenfaenger-unser-wochenendtrip-durch-das-weserbergland/

https://teilzeitreisender.de/tag/zeitreise/

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Blog Reise in den Weserbergland

Blog Travel to the Weserbergland

My trip to the Weserbergland was a true journey of discovery – full of inspiring experiences, exciting stories, and even a few humorous moments. As a tour operator, I always personally inspect the regions I offer to my clients. This way, I can ensure that everything is exactly as I imagine it and that the packages are suitable for both individuals and groups. This time, I traveled with my husband and a friend, and we fell in love with the region.

We stayed with Doris, a tour guide in the Weserbergland who truly knows “everything under the sun.” Her vacation apartment was very comfortable, and the location simply unique. My husband was so impressed that he immediately said, “I can imagine staying here for a longer period!” Unfortunately, we only had a few days, but I quickly realized that this region has so much to offer – a perfect blend of nature, culture, and unique experiences.

On the way to the Weserbergland, I made my first discovery: the Thedinghausen hereditary farm. This historic gem not only offers exciting castle tours, but also a restaurant with regional delicacies and a beautiful outdoor terrace. It’s especially romantic for couples who get married here and enjoy culinary delights. For groups, the costumed tour with “Duchess Christine” is a highlight – entertaining and informative at the same time. Nearby is the Arboretum, an impressive tree park that appeals to nature lovers and families alike. Whether on a guided tour or exploring on your own – everyone will find their place here.

Another highlight was the picturesque Ohrberg Park near Hamelin. Admittedly, the narrow forest path would be a bit of an adventure by coach, but our coach drivers master such challenges with aplomb. Expert guided tours are available for groups, and children will also get their money’s worth: A decorated fairytale tree is the perfect place for fairytale hikes – simply magical. We had a fun experience on a guided tour through the damp meadows. Our shoes may have wet afterward, but it was all the more fun – moments like these are unforgettable.

Hamelin itself absolutely captivated me. The city is perfect for individual travelers, small groups, and large bus tours. Fairy tales naturally play a central role here—after all, Hamelin is located on the German Fairy Tale Route. The story of the Pied Piper is omnipresent: whether during a visit to the Pied Piper’s House, a city tour with small brass rats as guides, or the open-air performances on the Wedding House Terrace, which are a crowd-puller from May to September. I also took a leisurely stroll through the old town—at night! The medieval atmosphere was particularly impressive.

For groups, I found a great hotel in Hamelin, located right in the city center and offering access to the pedestrian zone. The location is ideal, and the hotel meets all the requirements for a comfortable stay.

Our second day in the Weser Uplands began wonderfully relaxed with breakfast on the terrace of our apartment at Doris’s. After our first evening, which we rounded off with a few glasses of red wine in their cozy arbor – overlooking the Weser River and the majestic herd of sika deer that Doris keeps in her pastures – we were full of energy again. So much nature and fresh air are perfect for recharging our batteries!

Our first destination: Hämelschenburg Castle. This is Weser Renaissance in its purest form, and I was immediately captivated. The von Klencke family not only breeds Trakehner horses there, but also opens the castle to visitors. Doris, our multi-talented hostess, offers fantastic tours. Particularly charming: the men were treated to the vaulted cellars, with a small museum full of long guns (just the kind of thing that makes men’s hearts beat faster), and we women were able to admire the historic washrooms. It made me realize once again how good we have it today – my modern washing machine with spin dryer is worth its weight in gold when I imagine all the tedious work with the tub, pond and mangle.

We continued across the high plateau toward Höxter, with breathtaking views of the Weser Valley and the small villages. Arriving in Höxter, I was immediately captivated by the historic half-timbered houses. They must have really been working hard back then to erect these magnificent buildings. I was particularly taken with the Adam and Eve House – the owner’s artful and loving decoration of his house with figurines! It was like a journey of discovery for the eyes. The deanery and town hall are also real eye-catchers.

The pedestrian zone in Höxter then surprised me – you can find absolutely everything in terms of food: from a quick snack at the bakery to delicious fruit at the market stalls. My personal favorite: the Engelchen ice cream parlor. They even had cinnamon plum ice cream! Simply heavenly.

Next stop: Corvey. What can I say? This ensemble of the Baroque palace and the famous westwork, a UNESCO World Heritage Site, cast a magical spell over us. Just looking at it, you can sense that history is embedded in every stone. Particularly impressive is the digital glass wall that separates the westwork from the Baroque church. It tells the story of the abbey monastery and brings you closer to the mission of the monks who once Christianized the north from here.

As a Hamburg resident, I naturally had a small highlight: The famous Ansgar, who later co-founded Hamburg, had his roots here. His escape to Bremen (for safety reasons!), however, is a story in itself.

Corvey is also a fascinating literary destination: Hoffmann von Fallersleben was the librarian here – the man who wrote the “Deutschlandlied” (German National Song)! The palace now houses an impressive library with 75,000 volumes, including many Gothic novels from the 18th century. And then there’s the Baroque audience hall – simply breathtaking. The delicate stucco, the hidden roses, which in Christian tradition represent the sacred and mysterious… Perhaps secrets were actually kept here? I certainly wouldn’t have minded an invitation to tea from the Duke – his flag was flying, so he was at home. Oh well, maybe next time.

At the end of the day, we headed back to Hamelin, where we ended the evening at a real insider tip: “La Fortuna.” This tiny, family-run Italian restaurant only seats 30, but what an experience! The courtyard with its fountain and typical Italian decor exuded a real holiday feeling. And the food? To die for! My tip: Be sure to call ahead for a reservation, as the locals have long since known how good the food is there.

Our last day began with a warm farewell from Doris, our host and multi-talented tour guide. We had planned a city tour of Bodenwerder following in the footsteps of Baron Münchhausen. But before we could get started, we naturally had to deal with the logistical challenges of everyday life – keyword: public restrooms. A long line formed for the ladies, as expected, while the more daring among us simply used the men’s restroom. It remains a mystery why it always goes faster there!

We were waiting anxiously at the meeting point in front of the town hall when suddenly a gruff woman in an 18th-century outfit approached us. “The Baron didn’t tell me anything about visitors coming! Nothing’s prepared!” she ranted. It took me a moment to realize: That was Doris – disguised as Mrs. Bolte, the Baron’s housekeeper! The secretive woman, of course, hadn’t revealed that she was also active in Bodenwerder.

She played her role with complete dedication and took us along on her rounds through the village, ostensibly to run errands and inform the ladies that tomorrow was laundry day. “Don’t forget to help Baron Münchhausen tomorrow!” she called out to passersby, who looked rather bewildered. Her imaginative anecdotes made us laugh, and soon our group was inventing their own stories. When someone suggested that the Baron might have visited St. Pauli in Hamburg, Doris, aka Frau Bolte, interrupted indignantly: “The Baron in the den of iniquity? Never! At most, at St. Paul’s Church!” At the end of the performance, she revealed herself to be Doris again and revealed to us that even without a costume, she is recognized as Frau Bolte in Bodenwerder – an honor that must be earned!

We continued on to Einbeck, where we took a lunch break at the Altstadtcafé in the former Clarissan convent. We enjoyed the special atmosphere between rustic half-timbered houses and historic walls. However, another group had a little adventure: At the “Brodthaus,” the waitress was a bit overworked with 12 people. The food was quickly packed in doggy bags and given away – a creative solution I’d never seen before.

Our city tour began at the market fountain. In the old town hall, we admired a cage used for “painful interrogations” – a gruesome glimpse into the Middle Ages. Particularly creepy was the reference to alleged witches being submerged in the city moat until they confessed. Those who survived were innocent – ​​those who didn’t were out of luck. It’s crazy what passed for “logic” back then!

The crooked half-timbered houses of Einbeck told their own stories. I was surprised that the low, windowless dormers were originally used for drying hops – another lesson learned! Unfortunately, our themed tour of sayings and sayings was spontaneously transformed into a general walking tour. Too bad, I would have been looking forward to it, but the majority decided otherwise.

The highlight was undoubtedly the Eicke House. This magnificent half-timbered facade with figures, scenes, and biblical sayings is like a work of art to browse through. I couldn’t take enough photos! Our guide’s humorous remark that the public men’s restroom actually borders the old city wall and that “peeing on the wall” is exceptionally permitted here made us chuckle.

After a final visit to the Market Church, we began our journey home, tired but inspired. These days were full of impressions, history, and unforgettable moments. Exhausted but happy, I know one thing for sure: With all these new ideas, I’ll be able to plan fantastic trips – after a short rest, of course! 😊

This trip has once again shown me how diverse the Weserbergland region is – from historical highlights to magical experiences to stunning natural beauty. I’m thrilled by the many opportunities it offers for individuals, couples, and groups. And I look forward to incorporating all these discoveries into my offerings so that my clients can experience the region just as I did: unforgettable, inspiring, and with heart. Join us on this unforgettable journey to the Weserbergland region and be inspired by cultural highlights, picturesque nature, and unique stories!

Table of Contents

Holiday in the Weserbergland: A Journey in the Footsteps of History

Erbhof Thedinghausen

Ohrbergpark

Hameln

Hämelschenburg

Höxter

World Heritage Corvey Monastery

Bodenwerder

Einbeck

Good to Know

Getting there

Arrival by train is easy. The region is also easily accessible by car, campervan, or coach. Bus parking is available in Hameln next to the Tourist Information Center and at the Rattenfänger Hall.

Accommodation

We discovered the Hotel “Zur Börse Hameln” for our groups. The hotel particularly impressed us with its excellent breakfast and comfortable beds.

Dining

👉 Learn more and get inspired now!

Sample blog:

https://herzanhirn.de/weserbergland-rinteln-bueckeburg-stadthagen/

https://roaddreamin.de/dornroeschen-muenchhausen-und-der-rattenfaenger-unser-wochenendtrip-durch-das-weserbergland/

https://teilzeitreisender.de/tag/zeitreise/

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